Vereinschronik

2017 Jubiläum 50 Jahre Rheintal Musikanten

Am 16.09.2017 feiern wir unser 50-Jahre Jubiläum. In der Mehrzweckhalle "Bünt" in Berneck verwöhnen wir alle Blasmusikfreunde mit gepflegter alpenländischer Musik. Zu unserem Fest haben wir ein tolles Programm zusammengestellt. Mit den befreundeten "Gallus Musikanten" aus St. Gallen und als Höhepunkt mit  "Anton Gälle und seinen Scherzachtaler Musikanten" erleben sie einen unvergesslichen Abend.

 

Rheintal Musikanten 2017

Federer Hans

Berneck

Klarinette

1967

Seitz Gebhard

Balgach

B-Bass

1967

Seitz Guido

Berneck

Klarinette

1967

Facchinetti Renato

Herisau

Flügelhorn

1975

Seitz Richard

Altstätten

Dirigent

1978

Gschwend Karl

Berneck

Klarinette

1987

Gallusser Rolf

Heerbrugg

Flügelhorn

1994

Hasler Paul

Marbach

Flügelhorn

1998

Benz Peter

Balgach

Bariton

2000

Riedener Albert

Balgach

Flügelhorn

2001

Müller Emil

St. Margrethen

Tenorhorn

2002

Ruppanner Karl

Lüchingen

Posaune

2008

Hutter Pirmin

Marbach

Trompete

2009

Riedener Daniel

Balgach

Posaune/Bariton

2009

Seitz Fabian

Altstätten

Tenorhorn

2012

Lenherr Marcel

Berneck

Schlagzeug

2013

Finger Herbert

Altstätten

Flügelhorn

2015

Scheiwiler Raffael

Altstätten

Posaune

2016

Walt Andy

Eichberg

B-Bass

2017

 

 

2015 Traditionen

An der jährlichen HV wird das Jahresprogramm, sowie die Erweiterung unseres musikalischen Repertoires festgelegt. Es handelt sich dabei um ein rollendes Jahresprogramm, welches jederzeit erweitert werden kann. Einige Auftritte sind jedoch bereits zur Tradition geworden, so unter anderem

  • Einstimmung auf die Ferienzeit mit einem Konzert beim "Rest 3 Könige" in Berneck
  • Besuch eines Altersheims im Rheintal um die Seniorinnen und Senioren zu erfreuen.
  • Der letzte Auftritt im Herbst am Jahrmarkt in Berneck

2010 Blaskapellentreffen mit Namensänderung

Am 18.09.2010 findet das Blaskapellentreffen in der Mehrzweckhalle Bünt in Berneck statt. Mit einem würdigen Festakt, umrahmt von den Gallus Musikanten aus St.Gallen und der bekannten Blasmusikformation Lesanka aus dem Bregenzerwald, wird der neue Namen bekanntgegeben. Gleichzeitig werden die jung gebliebenen Musikanten sich in ihrem neuen Outfit präsentieren. 

Unter der musikalischen Leitung von Richard Seitz präsentiert sich Buuremusig heute folgendermassen:

Buuremusig 2010:

 

Hans Federer

Berneck

Klarinette seit 1967

Guido Seitz

Berneck

Klarinette seit 1967

Karl Gschwend

Berneck

Klarinette seit 1987

Renato Facchinetti

Herisau

Flügelhorn seit 1975

Rolf Gallusser

Heerbrugg

Flügelhorn seit 1994

Paul Hasler

Marbach

Flügelhorn seit 1998

Albert Riedener

Balgach

Flügelhorn seit 2001

Pirmin Hutter

Marbach

Trompete seit 2009

Peter Benz

Balgach

Bariton seit 2000

Josef Zeller

Berneck

Bariton seit 2007

Bruno Hautle

Widnau

Tenorhorn seit 1973

Emil Müller

St.Margrethen

Tenorhorn seit 2002

Gebhard Seitz

Balgach

B-Bass seit 1967

Kurt Frei

Widnau

B-Bass seit 2008

Karl Ruppanner

Lüchingen

Posaune seit 2008

Daniel Riedener

Balgach

Posaune seit 2009

Richard Seitz

Altstätten

Schlagwerk/ Direktion seit 1978

2009 Fernsehauftritt "Hopp de Bäsa"

Als einer der Höhepunkte im Vereinsleben darf der Fernsehauftritt in der Sendung "Hopp de Bäse" betrachtet werden. Es war nicht der erste Auftritt im Fernsehen, aber sicher der eindrücklichste. Auf dem Weingut Tobias Schmid & Sohn erfolgten bei schönstem Frühlingswetter die Aufnahmen. Dieser Auftritt im Schweizer Fernsehen war eine absolute Bereicherung für alle Mitglieder der Buuremusig.

2008 Beginn der Reorganisation

Die neue Stilrichtung sowie die regionale Besetzung der Buuremusig Berneck lösten Diskussionen und Wünsche aus. Aktuell spielen Musikanten aus dem ganzen Rheintal, von St.Margrethen bis Altstätten, von Diepoldsau bis Berneck, ja sogar aus dem benachbarten Appenzellerland im Verein. Die Buuremusig hat sich verändert:

  • Sie ist regional geworden.
  • Sie hat sich vorwiegend dem böhmischen Stil zugewandt.
  • Sie ist professioneller geworden.

Im Namen "Buuremusig Berneck" stimmen beide Worte nicht mehr. Die Suche nach einer neuen Identität begann. Diese wurde mit einem neuen Namen gefunden. Er wiederspiegelt die Region mit Herkunft der Musikanten. Der Übergang soll nahtlos vor sich gehen. Die beste Gelegenheit wird sein, in Form eines Festes die Namensänderung bekannt zu geben. Gleichzeit begann auch die Suche nach einem neuen Outfit.

2006 Stilrichtung

Bisher bestand das Repertoire hauptsächlich aus Stücken, die in verschiedenen Vereinen gespielt wurden sowie aus Noten, die schon vor Jahren angeschafft wurden. Einige neue Noten fanden ebenfalls jedes Jahr in der Musikmappe Platz. Eine echte Stilrichtung war nicht herauszuspüren.

Die Änderung der musikalischen Stilrichtung begann mit einem schönen Erlebnis auf einem Ausflug ins Namlostal. Diese herrliche Reise ins Tirol sollte wegweisend für die zukünftige Stilrichtung und das musikalische Repertoire der Buuremusig werden. Gleichzeitig mit uns gastierte eine Turnerinnengruppe mit hübschen Mädels aus Bayern im gleichen Hotel. Beim abendlichen Auftritt im hoteleigenen Stadl wurden von ihnen plötzlich musikalische Wünsche angebracht, die uns erstaunten. Da wünschten sich die jungen Mädels Stücke wie „Auf der Vogelwiese“ oder „Böhmischer Traum“. Dass wir diese Stücke nicht spielen konnten war das eine, dass wir sie nicht einmal kannten, verletzte uns in unserem Stolz.

Inspiriert von diesen Jugendlichen waren die Noten für die genannten Stücke schnell gefunden und fanden sofort Platz in unserem Repertoire.

Mit der Erkenntnis, dass die böhmische Musik auch junge Menschen erfreut, war die neue Stilrichtung gegeben.

Damit in Zukunft das Musikrepertoire auf dem neuesten Stand bleibt, wurde umgehend eine Musikkommission gegründet. Mit Erfolg präsentiert diese immer die aktuellen gern gehörten Stücke.

Langsam aber stetig bewegte sich der musikalische Stil immer mehr in Richtung böhmischer Musik mit dem grossen Vorbild „Ernst Mosch“.

Diese Musik verlangt auch eine entsprechende Besetzung. Mit Musikanten aus dem Rheintal, die diese Musik mit Herzblut spielen, konnte die Besetzung optimal ergänzt werden. Die neuen aktuellen Stücke verlangen mehr Professionalität und entsprechende Qualität. Um dies zu erreichen wurde intensiver geprobt. Zusätzlich wurden an der bis dato ersten Hauptversammlung verschiedene Ressorts geschaffen und besetzt.

2005 Vereinsstrukturen

Die Buuremusik war bisher eine lose Zusammensetzung von Musikanten, die aus Freude musizieren und ihre Kameradschaft pflegen.
Eine echte musikalische Stilrichtung war erkennbar, die Stückwahl sollte aber besser organsiert werden.
Es stellte sich die Frage, wohin führt der Weg. Die Anzahl der Mitglieder erhöhte sich langsam aber stetig.
Es entstand der Wunsch, sich wie ein Verein zu organisieren, aber nicht unbedingt mit entsprechenden Statuten.
Wichtig wurde eine jährliche Zusammenkunft für den Austausch der Wünsche und Anregungen.
Eines der wichtigsten Themen war immer das Musikrepertoire.
Um dies optimal zu lösen, wurde als erstes eine Musikkommission zusammengestellt.

Dies führte am Diskussionsabend vom 15.05.2016 zur Geburt der ersten Vereinsstrukturen mit
Präsident / Musikkommission / Kassier / Aktuar / etc.
und der Einführung einer jählichen Hauptversammlung.
Als Vater der Initiative wurde Bruno Hautle als erster Präsident einstimmig gewählt.

 

 

1992 Regionalisierung

Der Mitgliederschwund im Musikverein Berneck hatte auch für die Buuremusig Konsequenzen.

Die Rekrutierung der Mitglieder wurde auf die umliegenden Vereine ausgedehnt. Gleichzeitig wurde die Besetzung erweitert mit dem Ziel, eine ähnliche Besetzung wie die „Original Egerländer Musikanten“ zu haben.

Damit begann sich das Gesicht der Buuremusig zu ändern. Die Mitglieder kamen nicht mehr nur aus dem Musikverein Berneck.

1990 Emanzipierung

1990 durften wir zum ersten Mal 2 Musikantinnen in unserm Verein begrüssen. Mit  Esther Zünd und Isabell Epple wurden zwei hervorragende Spielerinnen herzlich willkommen geheissen. Leider haben sie uns bereits nach 2 Jahren wieder verlassen. Seither sind wir wieder eine reine Männerdomäne.

1981 Reisefieber

In den Jahren 1978 und 1979 wurde die Buuremusik als Begleitmusik für die damals vom Rheinpark St.Margrethen organisierten Reisen eingeladen. An eintägigen Bahnausflügen in die Romandie sowie ins Tessin erlebten wir Kameradschaft pur.  Das Reisen steckte uns an.

Durch die vielen Auftritte und diversen Spenden füllte sich in der Zwischenzeit die Kasse der Buuremusig stetig. Ausgaben waren praktisch keine zu verzeichnen. Nach dem Motto, gemeinsam Geld einspielen und gemeinsam ausgeben, begann uns das Reisefieber zu packen. Gemeinsame Reisen boten auch optimal Gelegenheit, die Kameradschaft zu pflegen. Wir wollten nicht nur Kultur vermitteln, sondern auch erleben. Der erste Ausflug führte uns an den Luganersee - ein tolles Erlebnis, welches zur Wiederholung anregte. Seither unternehmen wir, wenn möglich, alle 3 Jahre einen mehrtägigen Ausflug.

1977 Etablierung

Mit den eingeführten Proben und dem Dirigenten wurde das Spiel wesentlich verbessert. Es winkten immer mehr neue Auftritte. Der Bekanntheitsgrad der Buuremusig stieg an.

Zur Tradition wurden Auftritte anlässlich der GV der Raiffeisenbank und der Sparkasse in Berneck sowie im Herbst jeweils am Jahrmarkt unter den Rathausbögen.

In der  Zwischenzeit entstand ein stattliches Musikkorps. Die personelle Zusammensetzung hatte sich stark verändert. Die Mitglieder rekrutierten sich aber immer noch ausschliesslich aus dem Musikverein Berneck.

 Unter dem Dirigenten Sepp Prantl spielten zu dieser Zeit

Buuremusig 1978:

Hans Federer

Klarinette

Guido Seitz

Klarinette

Robert Kurer, Riet

Flügelhorn

Jakob Lingenhel

Trompete

Bruno Hensel

Trompete

Renato Facchinetti

Flügelhorn

Karl Hongler

Tenorhorn

Franz Strasser

Tenorhorn

Hubert Gehrig

Bariton

Bruno Hautle

Posaune

Gebhard Seitz

B-Bass

Richard Seitz

Schlagwerk

1971 Erster Dirigent

Unsere jährliche Sitzung wurde jeweils am runden Tisch im "Hirschen" abgehalten. Diese dauerte jeweils ziemlich lange, obwohl eigentlich keine Traktanden zur Diskussion standen. Das Protokoll wurde direkt auf einer Serviette verfasst. Eine alte Tradition wurde 1971 wieder wach, das Silversterblasen. Für lange Zeit war dieser Anlass ein fester Termin in der Agenda der Buuremusig. Jeweils am frühen Morgen zog eine gut gelaunte Musikantenschar durchs Dorf und weckte mit flotter Musik die Dorfbevölkerung. Um den anstrengenden Morgen gefestigt zu überstehen, wurden sie zuerst bei der Familie Schelling im Hinterdorf mit einem reichhaltigen Bauernfrühstück verpflegt. Ein zu spätes Erscheinen am Morgen war verpönt und wurde mit einer Busse von Fr. 50.- bestraft. Je später der Morgen, desto fröhlicher wurden die Musikanten. Das Musizieren bereitete immer grössere Schwierigkeiten, wurde doch an manchen Orten bereits aufs neue Jahr angestossen. Der krönende Abschluss des Silversterblasens war jeweils der "Katzenschmaus" bei Vreni und Hubert Gehrig.

1973 fiel der Silvester auf einen Sonntag. Ein Sonntag verlangt kultivierte Musik. Es wurde mehr Qualität und auch Disziplin verlangt. Der Ruf nach einem Dirigenten wurde laut. Mit Sepp Prantl, zu jener Zeit Dirigent des Musikvereins Berneck, konnte das Spiel wesentlich verbessert werden.  Zusätzlich verlangte man kleinere Gläser für das "Prosit Neujahr".

1968 Erster Auftritt

Die ersten Proben wurden durchgeführt. Eigene Noten konnten angeschafft werden. Auf den ersten möglichen Auftritt wurde zugefiebert. Neue Mitglieder stiessen dazu. Am Jahrmarkt vom 08.10.1968 war es dann soweit. Der erste Auftritt stand an und wurde mit Bravour gemeistert.

Trotzdem waren die ersten Schritte steinig. Die jungen Musikanten waren zum Teil Lehrlinge, Studenten, in der RS oder zogen aus beruflichen Gründen weg. Es war ein Kommen und Gehen. Die gelegentlichen Proben zeigten, dass Auftritte relativ schwierig waren. Zu dieser Zeit standen einige Gelegenheitsauftritte an, meistens im Zusammenhang mit dem Musikverein.

1967 Gründung "Buuremusig Berneck"

Die Wurzeln der Buuremusig sind in Berneck. 1967 konnte eine stattliche Zahl von Jungmusikanten in den Musikverein Berneck aufgenommen werden. Im gleichen Jahr erlebten sie anlässlich einer Musikreise nach Salzburg, wie schön das Vereinsleben und die Kameradschaft sind. Auf dieser Reise staunten sie, wie die Fassbutzer, eine Stegreifgruppe des Musikvereins, mit ihren Klängen und Melodien die Bevölkerung begeistern konnte.

Die jungen Musikanten waren beflügelt und fragten sich, ob nicht eine ähnliche Gruppe zusammengestellt werden könnte. Es sollte keine Kopie, sondern etwas Neues geboren werden. Sie waren keine Stegreifmusikanten, aber es gibt ja auch Noten für kleine Formationen. Die Suche nach einem Namen war zu jener Zeit relativ einfach, da sich aus diversen Musikvereinen sogenannte Buuremusigformationen herauslösten. Die Idee war geboren.

Mit einer entsprechenden Besetzung mussten öffentliche Auftritte möglich werden. Es sollte keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zum Musikverein entstehen. Im gemütlichen Teil an der HV vom 06.12.1967 des MV Berneck war die Geburt der Buuremusig Berneck.
Um dem jungen Kind eine Chance zu geben, wurde eine Starteinlage vom Fr. 10.- pro Mitglied erhoben.

Buuremusig 1967:

Benno Moser

Klarinette

Guido Seitz

Klarinette

Hans Federer

Klarinette

Jakob Schegg

Flügelhorn

Peter Sonderegger

Trompete

Karl Pernstich

Waldhorn

Karl Hongler

Tenorhorn

Gebhard Seitz

B-Bass

Alfred Schelling

Es-Bass